Vorlage, Erklärung und was Sie wissen sollten
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Bestattungsverfügung: Vorlage, Erklärung und was Sie wissen sollten
Zuletzt aktualisiert: April 2026
Eine Bestattungsverfügung ist eines der wichtigsten Dokumente der Bestattungsvorsorge. Sie hält schriftlich fest, wie Ihre Bestattung einmal ablaufen soll — von der Bestattungsart über die Trauerfeier bis hin zu persönlichen Wünschen. Damit stellen Sie sicher, dass Ihre Entscheidungen respektiert werden, und nehmen Angehörigen eine große Last.
Auf dieser Seite erklären wir, was eine Bestattungsverfügung genau ist, was hineingehört, wie sie rechtlich wirkt und worauf Sie beim Ausfüllen achten sollten. Außerdem können Sie unsere kostenlose Vorlage herunterladen.
Was ist eine Bestattungsverfügung?
Eine Bestattungsverfügung ist ein schriftliches Dokument, in dem Sie persönlich festlegen, wie Ihre Bestattung gestaltet werden soll. Sie richtet sich an Ihre Angehörigen und an das Bestattungsunternehmen, das die Beisetzung durchführt.
Anders als ein Testament regelt die Bestattungsverfügung keine finanziellen oder erbrechtlichen Fragen. Sie konzentriert sich ausschließlich auf die Bestattung selbst: Welche Form? Welcher Ort? Welche Wünsche sollen berücksichtigt werden?
Ist eine Bestattungsverfügung rechtlich bindend?
Ja. Eine Bestattungsverfügung ist ein rechtlich anerkanntes Dokument. Die darin festgehaltenen Wünsche haben Vorrang vor den Entscheidungen der Angehörigen — vorausgesetzt, das Dokument ist auffindbar und eindeutig formuliert.
Wichtig zu wissen:
- Die Verfügung muss nicht notariell beglaubigt werden
- Eine handschriftliche Verfügung ist genauso gültig wie eine gedruckte
- Unterschrift und Datum sind erforderlich
- Die Verfügung sollte an einem Ort aufbewahrt werden, den Angehörige kennen
In Kombination mit einem Vorsorgevertrag bei einem Bestattungsunternehmen sind Ihre Wünsche nicht nur dokumentiert, sondern auch verbindlich hinterlegt.
Was gehört in eine Bestattungsverfügung?
Eine gute Bestattungsverfügung deckt die wichtigsten Punkte ab, ohne unnötig kompliziert zu sein. Folgende Bereiche sollten enthalten sein:
Persönliche Daten
Name, Geburtsdatum, Adresse und Familienstand. Diese Angaben erleichtern die spätere Zuordnung und die behördlichen Abläufe.
Bestattungsart
Hier legen Sie fest, welche Form der Bestattung Sie sich wünschen:
- Erdbestattung (Sargbestattung auf dem Friedhof)
- Feuerbestattung (Einäscherung mit Urnenbeisetzung)
- Baumbestattung (z. B. im FriedWald)
- Seebestattung (Nord- oder Ostsee)
Falls Sie sich noch nicht sicher sind, ist das kein Problem. Die Verfügung kann jederzeit angepasst werden.
Ort der Beisetzung
Haben Sie einen bestimmten Friedhof im Blick? Gibt es ein Familiengrab, in dem Sie beigesetzt werden möchten? Diese Information hilft Angehörigen und dem Bestattungsunternehmen, Ihre Wünsche umzusetzen.
Trauerfeier
Möchten Sie eine Trauerfeier? Wenn ja, in welchem Rahmen? Hier können Sie festhalten:
- ob die Feier im engsten Kreis oder öffentlich stattfinden soll
- ob ein Pfarrer, ein freier Redner oder eine bestimmte Person sprechen soll
- welche Musik gespielt werden soll
- ob Sie bestimmte Blumenwünsche haben
Sarg, Urne und Ausstattung
Haben Sie Vorstellungen zum Sarg oder zur Urne? Möchten Sie eigene Kleidung tragen oder persönliche Gegenstände mitnehmen? All das kann in der Verfügung festgehalten werden.
Finanzielle Absicherung
In der Verfügung können Sie vermerken, wie die Bestattungskosten gedeckt werden sollen — zum Beispiel über ein Treuhandkonto oder eine bestehende Sterbegeldversicherung. So wissen Angehörige sofort, dass die Kosten geregelt sind.
Bestattungsunternehmen
Wenn Sie sich bereits für ein Bestattungsunternehmen entschieden haben, sollte das in der Verfügung stehen. So ist klar, wer im Trauerfall kontaktiert werden soll.
Was ist der Unterschied zwischen Bestattungsverfügung und Vorsorgevertrag?
Die beiden Begriffe werden oft verwechselt. Der Unterschied ist aber wichtig:
Bestattungsverfügung: Ein Dokument, das Ihre Wünsche festhält. Es ist eine Willenserklärung, aber kein Vertrag. Die Umsetzung hängt davon ab, ob Angehörige die Verfügung finden und respektieren.
Vorsorgevertrag: Ein Vertrag mit einem Bestattungsunternehmen, der die konkrete Durchführung regelt. Hier werden Leistungen festgelegt, Kosten kalkuliert und die finanzielle Absicherung vereinbart.
Am wirkungsvollsten ist die Kombination aus beiden: Die Verfügung hält Ihre Wünsche fest, der Vorsorgevertrag sichert die Umsetzung.
Bestattungsverfügung: Vorlage kostenlos herunterladen
Wir stellen Ihnen eine kostenlose Vorlage zur Verfügung, die alle wichtigen Punkte abdeckt. Sie können das Dokument ausdrucken und in Ruhe zu Hause ausfüllen.
→ Bestattungsverfügung-Vorlage herunterladen (PDF)
Die Vorlage enthält 26 Punkte — von der Bestattungsart über Musikwünsche bis zur Grabgestaltung. Sie müssen nicht alles ausfüllen. Schon wenige Angaben können Ihren Angehörigen später sehr helfen.
Wo sollte die Bestattungsverfügung aufbewahrt werden?
Die beste Verfügung nützt nichts, wenn sie im Trauerfall nicht gefunden wird. Bewährt haben sich folgende Aufbewahrungsorte:
- bei den persönlichen Unterlagen zu Hause (z. B. im Ordner „Vorsorge")
- als Kopie bei einer Vertrauensperson
- beim Bestattungsunternehmen (im Rahmen eines Vorsorgevertrags)
- beim Notar (zusammen mit Testament und Patientenverfügung)
Wichtig: Informieren Sie mindestens eine Vertrauensperson darüber, dass eine Verfügung existiert und wo sie liegt.
Kann eine Bestattungsverfügung geändert werden?
Ja, jederzeit. Ihre Wünsche können sich im Laufe des Lebens ändern, und das ist völlig normal. Sie können die Verfügung ergänzen, einzelne Punkte streichen oder das gesamte Dokument neu ausfüllen.
Achten Sie darauf, alte Versionen zu vernichten oder als ungültig zu kennzeichnen, damit keine Verwechslung entsteht.
Bestattungsverfügung und Patientenverfügung — was ist was?
Beide Dokumente betreffen das Lebensende, regeln aber unterschiedliche Bereiche:
- Patientenverfügung: Regelt medizinische Maßnahmen zu Lebzeiten (z. B. künstliche Beatmung, Reanimation)
- Bestattungsverfügung: Regelt alles, was nach dem Tod geschehen soll (Bestattungsart, Trauerfeier, Grabgestaltung)
Im besten Fall haben Sie beides. Zusammen mit einer Vorsorgevollmacht bilden diese drei Dokumente eine umfassende Vorsorge.
Häufige Fragen zur Bestattungsverfügung
Muss eine Bestattungsverfügung handschriftlich sein? Nein. Sie kann handschriftlich oder am Computer verfasst werden. Wichtig ist nur, dass sie eigenhändig unterschrieben und datiert ist.
Muss ich alle Punkte in der Vorlage ausfüllen? Nein. Jede Angabe hilft, aber Sie müssen nicht alles sofort entscheiden. Lassen Sie Punkte offen, bei denen Sie unsicher sind.
Gilt eine Bestattungsverfügung bundesweit? Ja. Eine Bestattungsverfügung gilt in ganz Deutschland. Die Bestattungsgesetze unterscheiden sich zwar je nach Bundesland, die Verfügung selbst ist aber überall anerkannt.
Was passiert, wenn es keine Bestattungsverfügung gibt? Dann entscheiden die nächsten Angehörigen über die Bestattung. Das kann zu Unsicherheiten oder Meinungsverschiedenheiten führen — genau das möchte eine Verfügung vermeiden.
Nächster Schritt: Persönliche Beratung
Eine Bestattungsverfügung ist ein guter erster Schritt. Wenn Sie darüber hinaus Ihre Bestattung verbindlich regeln möchten, beraten wir Sie gerne persönlich — kostenlos und unverbindlich.
Dreschke Bestattungen ist seit über 100 Jahren für Familien in Berlin da. Wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen und begleiten Sie in Ihrem Tempo.
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